Nachbereitungsseminar + Danksagung

So, einen letzten kleinen Blogeintrag wird es noch geben, bevor die Seite hier vorübergehend stillgelegt wird. Gestern bin ich von meinem fünftägigen Nachbereitungsseminar in Asche bei Hardegsen (niedersächsische Provinz) wiedergekommen. Zusammen mit der Namiba-Crew und den Sambiern habe ich noch ein paar lustige und coole Tage verbracht. Was dabei so alles passiert ist, ist gar nicht so wichtig, nur so viel: es war eine super Zeit, die besten Tage, die ich hatte, seit ich zurück in Deutschland bin. Viel mehr geht es jedoch um den Effekt dieser Tage.

Das Seminar war für mich nämlich in so fern von großer Bedeutung, weil es mir geholfen hat, mit Namibia abzuschließen, im positiven Sinne. Es gab einfach noch Dinge, die man persönlich und als Gruppe aufarbeiten musste. Das ist jetzt abgeschlossen. Dabei bin ich mir über viele Dinge bewusst geworden. Über meine Stärken sowie die Kompetenzen und Erkenntnisse, die ich in dem Jahr gewonnen habe. Was ich geleistet und was ich zurückgelassen habe, und wie meine Mitmenschen mich sehen. Und wie ich mich weiterentwickelt habe.

Auch im Hinblick auf meine Zukunft ist mir jetzt vieles klar geworden. Ich werde aller Voraussicht nach nicht wie ursprünglich geplant schon im November nach Namibia zurückkehren, sondern hier jetzt erstal nach einem Job schauen. Ich möchte erst nochmal meinen Horizont erweitern, etwas Neues entdecken, bevor ich wieder in die „Heimat“ komme. Momentan stehen Indien und Nepal da wieder ganz oben. Außerdem will ich mich weiterhin sozial engagieren, ob im Aus- oder Inland ist eigentlich egal. Ich möchte etwas zurückgeben für all das, was ich in den letzten zwölf Monaten bekommen habe. Schlussendlich- und das ist wohl die wichtigste Erkenntnis – möchte ich für mein Studium nicht in der Heimat bleiben, ich möchte raus aus Stuttgart, raus aus dem Süden. Am liebsten nach NRW, nach Köln, alternativ Hamburg, ansonsten mal schauen, vielleicht treibt es mich auch ganz wo anders hin. Nicht weil ich meine Heimat nicht mehr mag, sondern weil ich nicht wieder in alte Muster verfallen will, nicht wieder der Marius werden will, der ich vor einem Jahr war. Auch wenn sich das jetzt auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen komisch anhört: ich habe mich im letzten Jahr auf vielen verschiedenen Ebenen persönlich unglaublich weiterentwickelt, worauf ich sehr, sehr stolz bin. Inzwischen bin ich zu 100% im Reinen mit mir und habe nichts mehr an mir, was mich stört. Ich bin einfach nur glücklich mit der jetzigen Situation. Und ich habe die Befürchtung, dass dieser Fortschritt, diese Entwicklung, in meinem alten Umfeld stagnieren, vielleicht sogar zurückgehen könnte. Ob ihr das nun versteht oder nicht, es ist so. Und das will ich nicht. Deswegen habe ich mich dazu entschieden, spätestens zum Studienbeginn im Oktober 2017 wegzuziehen.

Nach diesem kleinen Einblick in meine Psyche zum Schluss noch eine kurze Danksagung: ich danke allen, die mein Jahr in Namibia zu dem gemacht haben, was es war. Ich möchte keine explizieten Namen nennen, dafür hätte ich auch gar nicht die Zeit, um alle Leute aufzuzählen. Ich danke einfach jedem, der in irgendeiner Weise zu meinem Jahr beigetragen hat. All die Erlebnisse, all die Erfahrungen, die ich mit und dank euch machen konnte – seien sie nun positiv oder sei es der winzige negative Teil – haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich jetzt bin. Ein glücklicher, selbstbewusster, zufriedener Mensch, der sich von nichts aus der Bahn werfen lässt und sein Leben einfach in vollen Zügen genießt. Der gelernt hat, sich selbst zu akzeptieren und zu schätzen, genau so wie er ist, weil er so, wie er ist, perfekt ist. Der jetzt genau weiß, was er für seine Zukunft will und was ihm wichtig ist im Leben. Dafür noch einmal:

VIELEN DANK! THANKS A LOT! BAIE DANKIE!

Advertisements

Ende… naja, noch nicht ganz

So, nun ist es soweit, heute kommt der erstmal letzte Blogeintrag für einige Zeit. Es gibt einen guten Grund, warum ich mir so viel Zeit gelassen habe damit, ich bin ja immerhin schon seit zehn Tagen wieder zurück in Deutschland. Heute ist nälich der Tag, an dem ich eigentlich aus Namibia zurückkommen sollte. Dachte zumindest meine Familie… „Ende… naja, noch nicht ganz“ weiterlesen

Abschlussbericht für den ASC

Hallo und einen schönen Abend aus Deutschland! Ja, richtig gehört, aus Deutschland. Die meisten von euch werden es schon wissen, für den Rest: seit dem 15. September, also seit acht Tagen, bin ich schon wieder zu Hause. Auch wenn es immer noch ein bisschen komisch ist, habe ich mich schon wieder ganz gut an Deutschland gewöhnt. Einen ausführlichen (und wahrscheinlich vorerst letzten) Blogeintrag zu meiner Rückkehr sowie zu meinen Zukunftsaussichten wird es dann morgen noch geben, davor möchte ich aber gerne noch den offiziellen Teil beenden: das Projekt. Daher könnt ihr im Folgenden meinen Abschlussbericht zu meinem Jahr in Namibia lesen, den ich gestern (und damit mit nur sieben Tagen Verspätung) an den ASC Göttingen geschickt habe. Wenn der erste Teil ein bisschen arg ausführlich und formell geschrieben ist, muss ich mich entschuldigen, es handelt sich immerhin auch um einen offiziellen Bericht. Wenn der zweite Teil wiederum eher kürzer gefasst ist und auch nicht mehr ganz so offiziell, gibt es auch dafür eine Erklärung: ich hatte irgendwann keine Lust mehr. In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen, ihr hört morgen nochmal von mir: „Abschlussbericht für den ASC“ weiterlesen

Letztes Mal an der Küste

Am letzten Wochenende war ich wohl zum allerletzten Mal während meines Aufenthalte in Namibia außerhalb von Windhoek. Es ging noch einmal an die Küste, nach Swakopmund, zum „Indoor Soccer Bonanza“, einem Hallenturnier in der größten Multifunktionsarena des südlichen Afrikas, „The Dome“. Freitag Mittag ging es los, der vorerst letzte Trip in Afrika: „Letztes Mal an der Küste“ weiterlesen

Wochenende in Swakop

Noch ein vorletztes Mal ging es an die Küste, nach Swakopmund. Diesmal war alles anders, alles neu. Diesmal ging es nicht zu Bene und Nicola, sondern zu Daniel und Vera, diesmal wurde nicht mit Arne, Jannik, Merle oder Charly getrampt, sondern mit Linda und Rebcca. Und einige neue Aktivitäten warteten auch noch auf mich. Aber jetzt mal alles auf Anfang, Freitag morgen, 8 Uhr: „Wochenende in Swakop“ weiterlesen

Die letzten Wochen

Mit diesem Blogeintrag eröffne ich offiziell den Schlussspurt. Er fällt in eine Kategorie, die ich schon lange nicht mehr benutzt habe: „Kurz vor der Abreise“. Beim letzten Mal war es September 2015, ich saß in Deutschland und machte mir unzählige Gedanken darüber, was mich in Namibia erwarten würde. Jetzt, elf Monate, 8000 Kilometer und unzählige Erfahrungen und Erlebnisse später, sitze ich also wieder am Computer, stehe wieder (kurz) vor der Abreise und fange zumindest so langsam an, mir die ersten Gedanken darüber zu machen, was mich wieder in Deutschland erwartet, diesem fremden Land auf der Nordhalbkugel, die ich seit einem Jahr nicht mehr betreten habe. Ich bin gespannt, was mich back home wieder erwarten wird. Ich freue mich auf meine Familie, freue mich auf meine Freunde, freue mich darauf, einfach wieder das zu sehen, was so lange mein zu Hause war. Noch mehr freue ich mich auf die letzten Wochen in Namibia. Es gibt noch einiges zu erleben, hier habe ich nochmal alles aufgelistet, was bei mir noch so ansteht: „Die letzten Wochen“ weiterlesen

Neue Freiwillige – neue Ersatzfamilie?

Genau eine Woche ist seit meinem letzten Blogeintrag vergangen, seit genau einer Woche sind dann auch Ferien. Meine (vorerst) letzten Ferien in Namibia schienen eine relativ langweilige Angelegenheit zu werden: keine Reiseziele, keine Arbeit, und mit der Rückkehr der ASC-ler/ Abreise Beaus nach Deutschland war der Großteil meines sozialen Umfelds weggebrochen. Aber es gab noch einen Lichtblick, der sich als weit mehr als das herausstellen sollte: die neuen Freiwilligen. „Neue Freiwillige – neue Ersatzfamilie?“ weiterlesen